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Geschäftsfrau als Finance-Managerin spricht ruhig mit einem engagierten Team im hellen Büro
8. Juli 20262 Min.Transformation

Führung bei Veränderungen: Warum Teams sich nicht gegen den Wandel wehren sondern gegen das Schweigen

Es gibt einen Moment in Veränderungsprozessen der fast immer falsch interpretiert wird. Das Team zieht nicht mit. Buchungen werden langsamer. Meetings werden stiller. Die Führungskraft interpretiert das als Widerstand gegen die Veränderung.

Das ist fast immer falsch. Was beobachtet wird, ist kein Widerstand gegen Veränderung. Es ist die logische Reaktion auf Informationsvakuum. Das Team weiß nicht was kommt. Es weiß nicht warum es kommt. Und in diesem Vakuum entsteht das Einzige was entsteht wenn Menschen keine Informationen haben: Sie erfinden sie.

Was in Finance-Organisationen in Veränderungsphasen wirklich passiert

Finance-Teams sind gewohnt mit Zahlen zu arbeiten. Mit Fakten. Mit Sicherheit. Wenn Veränderungsprozesse kommunikativ schlecht geführt werden, trifft diese Grundhaltung auf ein Vakuum. Das erzeugt eine spezifische Form von Stress die produktiver Arbeit entgegensteht.

Es gibt vier Reaktionsmuster: Abwartehaltung, Informationssuche, inoffizielle Erzählung, und Abwehrhaltung. Alle vier sind rational. Alle vier lassen sich durch rechtzeitige ehrliche Kommunikation erheblich reduzieren.

Warum Führungskräfte in Veränderungsphasen nicht kommunizieren

Die Annahme dass Kommunikation warten soll bis alles klar ist. Die Annahme dass das Team die Veränderung nicht verstehen würde. Das Unbehagen mit Unsicherheit in der Kommunikation.

Das Gefährlichste dabei: In der Zeit des Wartens läuft das Team in das Vakuum. Die inoffizielle Erzählung entsteht und ist bereits tief verwurzelt wenn die offizielle Kommunikation endlich kommt.

Was konkret kommuniziert werden muss

Die erste Kernfrage ist Was passiert. Die Antwort muss so konkret wie möglich sein und so zeitnah wie möglich kommuniziert werden.

Die zweite Kernfrage ist Warum passiert das. Das Team muss nicht alle strategischen Überlegungen kennen. Es muss das Warum kennen.

Die dritte Kernfrage ist Was bedeutet das für mich. Diese Frage muss mit der Bereitschaft beantwortet werden, ehrlich auch dann zu sagen was noch unklar ist. ‚Ich weiß noch nicht, wie sich die Reorganisation auf eure einzelnen Rollen auswirkt. Ich werde das mit jedem einzeln besprechen, sobald die Entscheidungen getroffen sind‘ ist eine ehrliche Antwort.

Was ich in Mandaten konkret tue

Ich führe Einzelgespräche mit jedem Teammitglied in der ersten Woche. Nicht um Informationen zu sammeln. Primär um zu signalisieren: Ich bin hier. Ich sehe euch als Personen. Ich höre zu.

Nach den Einzelgesprächen gibt es eine Teamkommunikation in der ich adressiere was ich gehört habe: Ich habe in den letzten Tagen viele Fragen gehört über das Warum dieser Veränderung und was sie für eure Rollen bedeutet. Ich möchte das direkt ansprechen.

Was ich mitbringe

Ich bin Nicole Vekonj, Interim Managerin Finance & Controlling. In meinen Mandaten ist Kommunikation kein nachgelagerter Schritt nach der operativen Analyse. Sie beginnt am ersten Tag.

👉 Projektanfrage stellen: zahlenkompetenz.de/de/kontakt

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