Direkt zum Inhalt

Geschäftsfrau im navy Blazer präsentiert Änderungen der Finanzberichterstattung am Boardroom-Tisch
12. Juli 20262 Min.IFRS

Was passiert, wenn ein Unternehmen IFRS 18 verschläft

IFRS 18 ist ab dem Geschäftsjahr 2027 verpflichtend. Das klingt nach ausreichend Zeit. Es ist es nicht. Und die Konsequenzen des Nicht-Handelns sind erheblich konkreter als die meisten CFOs heute einschätzen.

Dieser Artikel geht nicht noch einmal durch was IFRS 18 ist. Er beschreibt was passiert, wenn ein Unternehmen 2026 noch nicht substanziell begonnen hat sich vorzubereiten.

Was ein IFRS-18-Abschluss ohne Vorbereitung konkret bedeutet

Ein Unternehmen das 2027 seinen ersten IFRS-18-Abschluss erstellen muss ohne ausreichende Vorbereitung, steht vor einer Situation die strukturell einem Reconstruction Audit ähnelt. Die Definition der operativen Tätigkeit muss kurzfristig unter Zeitdruck entschieden werden. Die Systeme, die diese Kategorisierungen abbilden sollen, müssen kurzfristig angepasst werden ohne ausreichend Testzeit. Die Vergleichsperiode muss restated werden, was bei nicht vorhandener Systemunterstützung manuelle Arbeiten erheblichen Umfangs erfordert.

Jede dieser Aufgaben allein ist unter Zeitdruck herausfordernd. Alle gleichzeitig sind sie eine Kapazitätskrise die den gesamten Jahresabschlussprozess 2027 belastet.

Was Auditoren sehen, wenn IFRS 18 unvorbereitet implementiert wird

Auditoren sehen nicht nur die Zahlen. Sie sehen die Qualität der Kategorisierungsentscheidungen, die Konsistenz der MPM-Definitionen, und die Kohärenz zwischen GuV-Kategorien und Cashflow-Darstellung.

Ein Abschluss, der unter Zeitdruck erstellt wurde und bei dem die konzeptionellen Grundentscheidungen nicht sorgfältig durchdacht und dokumentiert sind, zeigt das. Das Ergebnis: erhöhter Prüfungsaufwand, erhöhte Prüfungskosten, verzögerte Abschlussfertigstellung.

Was mit der Kapitalmarktkommunikation passiert

IFRS 18 verändert wie wesentliche Kennzahlen kommuniziert werden. Ein EBIT der unter IAS 1 eine bestimmte Größe hatte, kann unter IFRS 18 anders aussehen. Diese Veränderung muss Investoren und Analysten frühzeitig erklärt werden. Ein Unternehmen, das diese Veränderung erst mit dem ersten IFRS-18-Abschluss kommuniziert, erzeugt Verwirrung und möglicherweise Misstrauen.

Was jetzt noch getan werden kann

Wer 2026 noch nicht begonnen hat, hat weniger Zeit als ideal. Aber es ist noch Zeit für eine substantielle Vorbereitung, wenn sofort begonnen wird.

Schritt 1: Entscheidung über die Definition der operativen Tätigkeit.

Schritt 2: Review aller aktuellen MPMs gegen die IFRS-18-Anforderungen.

Schritt 3: Systemanalyse.

Schritt 4: Frühzeitige Einbindung des Auditors.

Was ich mitbringe

Ich bin Nicole Vekonj, Interim Managerin Finance & Controlling. Ich begleite IFRS-18-Implementierungen von der konzeptionellen Grundentscheidung über die Systemumsetzung bis zur Auditorkommunikation.

👉 Projektanfrage stellen: zahlenkompetenz.de/de/kontakt

Weitere Artikel im Blog

Nächster Schritt

Bereit für das nächste Level?

Lassen Sie uns sprechen über Ihr nächstes Interim-Mandat — IFRS, US-GAAP, SAP Finance, Audit Remediation. Erstgespräch unverbindlich.